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dass ich einfach nicht weiß was ich will.
irgendwie fixiert sich alles in meinem kopf auf erfolg. wenn ich keinen erfolg habe, habe ich mein leben nicht erfolgreich geführt, und demnach bin ich gescheitert.
das problem ist nur, dass ich so eine dämliche vorstellung von erfolg habe. die sitzt da so tief in meinem kopf drinn und geht nicht raus.
ich will mal heiraten, kinder kriegen, einen tollen job haben.
das ist der grundriss. ich will gut verdienen, einen feschen mann haben, ein bilderbuchleben führen und eine bilderbuchmami sein.
heute hab ich mich dabei ertappt, dass ich mir ernsthaft was auf meine doofe perlenkette eingebildet hab.
ich bin vor der straßenbahnhaltestelle gestanden. sonnenbrille, ballerinas, schwarze hose, weißes blüßchen, perlenkette, pashmina; alles da.
und dann hab mein spiegelbild in einem schuafenster gesehen; und auf der anderen straßenseite einen typ mit dreadlocks und skateboard, und er war so endgeil, und ich hab keine ahnung was ich will.
weil sowas nicht in meine vorstelllung von einem erfolgreichen leben passt und andersrum passt meine idealvorstellung nicht in ein normales leben.
weil eben bilderbuch-leute auch verachtenswert sind.
aber wenn ich keiner bin, komm ich mir blöd vor.
ich bin verwirrt.
und das nervt gewaltig.

3.6.07 18:49, kommentieren

ganz misteriös, heute abend.
ich gehe vom n-wagen nachhause, an den alten häusern vorbei. es ist dunkel, am himmel hängt dicker nebel, der das licht der straßen wiederspiegelt. und plötzlich seh ich ein licht. zwei lichter, die um die erkerfenster von einem haus herumschweben. sich drehen, schneller werden; giftgrün sind sie. ich gehe weiter, die lichter vor mir, es werden mehr; fünf, sechs. monoton drehen sie sich, immer in einer linie im kreis, langsam, schnell, und wieder langsam. den ganzen weg bis nach hause sind sie vor mir.
und ich habe keine ahnung, was das war.
kleine elfen vielleicht. oder aliens. oder so.
im moment läufts perfekt. wirklich. almost perfect. ich fühl mich so unglaublich wohl, seit september, beinahe durchgehend.
ich hab ein furchtbar melancholisches, trauriges, und nachdenkliches jahr hinter mir, direkt nach einem sommer mit meinem ersten kuss und einer ganz eigenartigen veränderung.
vielleicht war das alles notwendig und auch normal; aber ich hab das gefühl, ich bin während diesem jahr irgendwie erwachsen geworden. ich hab ahnung von den dingen bekommen. von literatur, von kunst, von politik, von ungerechtigkeit, irgendwie auch von liebe, von zwischenmenschlichkeit, von trauer. von depression, von den tiefgründigen dingen des lebens. und vor allem von mir.
seit ich weiß, dass ich  nicht weiß, wer ich bin, weiß ich erst, wer ich wirklich irgendwie trotzdem bin. ganz seltsam, aber wahr., ich glaube, ich hab mich beinahe gefunden, und das fühlt sich wundervoll an. ich bin mit mir selbst im reinen.
ich heiße h. m. t.
ich bin ein bisschen künstlerisch.
ich bin ein bisschen ruhig.
ich brauche freundlichkeit und wärme.
ich brauche musik.
ich habe eine gute familie.
ich bin recht hübsch, manchmal zumindest.
ich kann eine gute freundin sein.
ich habe eine bisschen arrogante attitude und bin furchtbar schüchtern.
ich bin wieder gern "en vogue". mit it-bag und trenchcoat. eher chickie als alternative, aber mit grüner liberaler seele.
ich bin ein krebs.
ich bin wie ich bin.
ist so, kann ich nicht wiklich ändern. und es ist schon in ordnung so wies ist.
das einzige, was fehlt ist ein netter kerl. ein lieber kerl, der sagt, ich bin sein mädchen, den arm um mich legt und meinen tollen neuen intimissimi-bh sieht, und das ohne betrunken zu sein. weder er noch ich, und es soll ernst gemeint sein.
und vielleicht noch ein bisschen schlanker zu sein.
dann wärs wirklich 100%perfekt.
ich frage mich, ob das leben bei anderen leuten immer so ist. oder ob jeder so eine melancholie durchma´cht und so wie ich sich mit 14 existentielle fragen zu stellen beginnt,. woher komme ich, wohin gehe ich; identittätssuche. schreiben, lesen, ahnung von allem haben will.
ich glaube nicht jeder. aber die leute, über die filme gemacht und bücher geschrieben werden. die tun sowas.

3.6.07 18:57, kommentieren

paul auster, der so wundervolle dinge sagen kann.

"Ein Film kann nicht die menschlichen Dimensionen aufzeigen, so wie es ein Buch ermöglicht. Vermag nicht, die Nähe aufzubauen, die zwischen Leser und Schreiber entsteht, die ja eine der intimsten Begegnungen überhaupt ist."
"Der Unterschied ist klar. Beim Schreiben eines Romans implodiert man, beim Machen eines Films darf man explodieren"
paul auster, der so wundervolle dinge so einfach sagen kann.

3.6.07 18:58, kommentieren

oh gott, ich liebe liebe liebe dieses lied.
seit sonnatg nur noch, auf dauerschleife, und immer immer wieder dieser endorphinausstoß. das spricht mir einfach so aus dem herzen. oh gott, ich könnts auffressen, so gern hab ich das.

the way our chemicals collide - cloud cult.
http://www.youtube.com/watch?v=KMskKuG6Vsc

3.6.07 19:17, kommentieren

 

feist? - fantastisch!

chansons? - wundervoll!

auf englisch, von einer deutschen, so absolut herrlich.

http://www.listentofeist.com/

3.6.07 19:19, kommentieren