worte

ganz misteriös, heute abend.
ich gehe vom n-wagen nachhause, an den alten häusern vorbei. es ist dunkel, am himmel hängt dicker nebel, der das licht der straßen wiederspiegelt. und plötzlich seh ich ein licht. zwei lichter, die um die erkerfenster von einem haus herumschweben. sich drehen, schneller werden; giftgrün sind sie. ich gehe weiter, die lichter vor mir, es werden mehr; fünf, sechs. monoton drehen sie sich, immer in einer linie im kreis, langsam, schnell, und wieder langsam. den ganzen weg bis nach hause sind sie vor mir.
und ich habe keine ahnung, was das war.
kleine elfen vielleicht. oder aliens. oder so.
im moment läufts perfekt. wirklich. almost perfect. ich fühl mich so unglaublich wohl, seit september, beinahe durchgehend.
ich hab ein furchtbar melancholisches, trauriges, und nachdenkliches jahr hinter mir, direkt nach einem sommer mit meinem ersten kuss und einer ganz eigenartigen veränderung.
vielleicht war das alles notwendig und auch normal; aber ich hab das gefühl, ich bin während diesem jahr irgendwie erwachsen geworden. ich hab ahnung von den dingen bekommen. von literatur, von kunst, von politik, von ungerechtigkeit, irgendwie auch von liebe, von zwischenmenschlichkeit, von trauer. von depression, von den tiefgründigen dingen des lebens. und vor allem von mir.
seit ich weiß, dass ich  nicht weiß, wer ich bin, weiß ich erst, wer ich wirklich irgendwie trotzdem bin. ganz seltsam, aber wahr., ich glaube, ich hab mich beinahe gefunden, und das fühlt sich wundervoll an. ich bin mit mir selbst im reinen.
ich heiße h. m. t.
ich bin ein bisschen künstlerisch.
ich bin ein bisschen ruhig.
ich brauche freundlichkeit und wärme.
ich brauche musik.
ich habe eine gute familie.
ich bin recht hübsch, manchmal zumindest.
ich kann eine gute freundin sein.
ich habe eine bisschen arrogante attitude und bin furchtbar schüchtern.
ich bin wieder gern "en vogue". mit it-bag und trenchcoat. eher chickie als alternative, aber mit grüner liberaler seele.
ich bin ein krebs.
ich bin wie ich bin.
ist so, kann ich nicht wiklich ändern. und es ist schon in ordnung so wies ist.
das einzige, was fehlt ist ein netter kerl. ein lieber kerl, der sagt, ich bin sein mädchen, den arm um mich legt und meinen tollen neuen intimissimi-bh sieht, und das ohne betrunken zu sein. weder er noch ich, und es soll ernst gemeint sein.
und vielleicht noch ein bisschen schlanker zu sein.
dann wärs wirklich 100%perfekt.
ich frage mich, ob das leben bei anderen leuten immer so ist. oder ob jeder so eine melancholie durchma´cht und so wie ich sich mit 14 existentielle fragen zu stellen beginnt,. woher komme ich, wohin gehe ich; identittätssuche. schreiben, lesen, ahnung von allem haben will.
ich glaube nicht jeder. aber die leute, über die filme gemacht und bücher geschrieben werden. die tun sowas.

3.6.07 18:57, kommentieren

"Wie bilde ich diese unsichtbar gewordene Generation ab? Eine "Jugend", die sich inzwischen komplett in die Subkulturen verflüchtigt hat und nicht mehr auf den eingefahrenen Wegen mit den Oldie-Generationen kommuniziert, nicht mehr parteipolitisch partizipiert, nicht mehr an klassischen Medien interessiert ist, komplett andere Wichtigkeiten und neue Werte-Systeme installiert hat und die Rebellen-Helden-Geschichten der Menschen, die sie vertreten, für lachhaft halten."
stimmt genau. nur dass ich mir nicht dir frage stelle, wie ich diese jugend abbilden, sondern wie ich sie leben soll.

24.5.07 18:54, kommentieren

Wut, wut, wut. Riesengroße wut. Ich könnte wände hochgehen und bäume ausreißen, und besser gehen würde es mir trotzdem nicht.
Warum gehen mir die dinge immer so nah? Warum macht es mich so agressiv wenn ich esse, und warum habe ich so eine gestörte familie? Wo sind die großen feste, die tollen cocktails und die umwerfenden typen; wo ist das leben das ich leben sollte?
Und warum ist immer dann alles so kacke, wenn es so gut sein könnte?
Ich will weinen, weinen, weinen bis ich nicht mehr kann. bis alles aus mir draußen ist und ich ganz leer bin. Vollkommen frei.
Aber alles was passiert ist diese unglaubliche wut auf mich und die welt, und jeder der mich anspricht wird angeschrien, und jede tür die mir in den weg kommt wird zugeschlagen, und der lack springt ab, und meine mama schreit dass die wände am anderen ende der wohnung wackeln, und ich kann einfach nicht mehr.
Ich hab schon so lange nicht mehr geweint, und im moment fühl ich mich einfach so unglaublich schlecht. Ich hasse mich grad sehr.

9.5.07 18:48, kommentieren